„Was kostet eine Website?“ Die ehrliche Antwort lautet: zwischen 0 Euro und einem Kleinwagen. Das hilft niemandem weiter. Deshalb schlüsseln wir hier auf, welche Preisklassen es in Österreich gibt, wofür Sie in jeder Klasse bezahlen und woran Sie erkennen, ob ein Angebot fair ist.
Die Preise sind grobe Richtwerte aus dem österreichischen Markt, netto. Je nach Umfang und Anbieter kann es im Einzelfall deutlich abweichen.
Die Preisklassen im Überblick
| Variante | Typischer Preis | Passt für |
|---|---|---|
| Baukasten selbst gemacht | ca. 10 bis 50 € pro Monat | Sehr kleine Budgets, erste Online-Präsenz |
| Freelancer, einfache Website | ca. 1.000 bis 3.500 € | Einzelunternehmer, wenige Unterseiten |
| Agentur, Unternehmenswebsite | ca. 3.500 bis 10.000 € | KMU, die über die Website Anfragen gewinnen wollen |
| Online-Shop | ca. 5.000 bis 20.000 € und mehr | Verkauf direkt über die Website |
| Individuelle Plattform | ab ca. 20.000 € | Buchungssysteme, Portale, Sonderfunktionen |
Der große Sprung zwischen den Klassen hat einen Grund: Mit steigendem Preis kaufen Sie nicht mehr Design, sondern mehr Denkarbeit. Strategie, Texte, Suchmaschinenoptimierung, Tracking und eine Struktur, die Besucher gezielt zur Anfrage führt.
Was den Preis wirklich treibt
1.Anzahl und Art der Seiten
Eine Startseite mit Kontaktformular ist schnell gebaut. Jede Leistung mit eigener, sauber getexteter Unterseite kostet Zeit, bringt aber auch Sichtbarkeit bei Google. Zehn gut gemachte Leistungsseiten sind oft mehr wert als ein aufwendiges Design.
2.Texte und Bilder
Der am meisten unterschätzte Posten. Wer Texte selbst liefert, spart Geld, aber oft auf Kosten der Wirkung. Professionelle Texte, die für Google und Kunden geschrieben sind, und echte Fotos statt Stockbildern machen einen spürbaren Unterschied bei den Anfragen.
3.Funktionen
Terminbuchung, mehrsprachige Inhalte, Kundenbereich, Schnittstellen zu Warenwirtschaft oder CRM: Jede Funktion erhöht den Aufwand. Fragen Sie sich bei jeder Funktion, ob sie wirklich Kunden bringt oder nur „nett wäre“.
4.SEO und Tracking
Eine Website ohne Grundoptimierung für Google und ohne Messung ist wie ein Geschäftslokal ohne Schild. Seriöse Angebote enthalten technische SEO-Grundlagen, Ladezeit-Optimierung und ein sauberes Tracking von Anfragen.
Die laufenden Kosten, die gern verschwiegen werden
Eine Website ist kein Einmalkauf. Rechnen Sie mit diesen laufenden Posten:
| Posten | Typischer Preis |
|---|---|
| Domain | ca. 10 bis 30 € pro Jahr |
| Hosting | ca. 5 bis 30 € pro Monat |
| Wartung, Updates, Backups | ca. 30 bis 150 € pro Monat |
| Plugins und Lizenzen | je nach Bedarf, oft 50 bis 300 € pro Jahr |
Besonders die Wartung wird oft gestrichen, um Geld zu sparen. Das rächt sich: Veraltete WordPress-Installationen sind eines der häufigsten Einfallstore für Hacker, und eine gehackte Website kostet in der Reparatur schnell mehr als mehrere Jahre Wartung.
So erkennen Sie ein unseriöses Angebot
Fazit
Die richtige Frage ist nicht „Was kostet eine Website?“, sondern „Was muss meine Website leisten?“. Eine Seite um 1.500 Euro, die keine Anfragen bringt, ist teurer als eine um 6.000 Euro, die jeden Monat neue Kunden liefert. Rechnen Sie also nicht nur die Kosten, sondern auch den Ertrag.
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